Auch wenn gerade Schnee und Eis unseren Garten in Beschlag nimmt, ist die kommende Gartensaison schon zum Greifen nahe. Für alle Gärtner, die es nicht mehr erwarten können, haben wir vier Pflanzen zusammengestellt, die schon jetzt ausgesät werden können.
Wer über ein Frühbeet, ein Gewächshaus oder eine warme und helle Fensterbank verfügt, kann mit diesen vier Pflanzen schon jetzt loslegen.
Unter den richtigen Voraussetzungen, kann man schon jetzt mit der Aussaat einiger Pflanzen beginnen. Z. B. ist die Christrose ein Kaltkeimer und ist auf kalte Temperaturen zwischen -4 und +4 Grad Celsius angewiesen, um überhaupt auszutreiben.
Welche Pflanzen kann man im Januar aussäen?
- Chili
- Christrose
- Aubergine
- Physalis
Chili
Zur Familie der Nachtschattengewächse gehört Chili. Für die Pflanze mit den hübschen weißen Blüten, frischgrünen Blättern und den leuchtend roten Schoten gilt: Je früher die Samen keimen, umso besser wird später die Ernte! Deshalb sollte Chili schon im Januar ausgesät werden. Je nach Sorte variiert die Keimdauer stark und kann zwischen zehn Tagen und fünf Wochen dauern.
Chilis benötigen zur Anzucht einen hellen und warmen Standort mit ca. 21 Grad Celcius. Eine normale Raumtemperatur und eine helle Fensterbank ist der perfekte Platz für sie. Wer über ein Gewächshaus oder Mini-Gewächshaus verfügt, kann die Samen dort natürlich ebenfalls aussäen.
Verwenden Sie saubere, kleine Pflanztöpfe oder Anzuchttabletts oder auch Multitopfplatten. Stecken Sie die Samen einzeln etwas fünf Millimeter tief in die Erde. Die Pflanzen können pikiert werden, sobald sich zwei gut ausgebildete Blätter zeigen. In dem neuen Topf binden Sie sie noch an ein Pflanzholz an, um ihnen Halt zu geben.
Gute Nachbarn für Chilis sind: Tomaten, Auberginen, Basilikum, Oregano, Rosmarin, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch, da sie sich gegenseitig unterstützen, Schädlinge fernhalten oder den Boden verbessern.
Schlechte Nachbarn sind: Bohnen, Erbsen, Kohlarten und Kartoffeln, da sie Nährstoffe konkurrieren, Krankheiten übertragen oder Schädlinge anlocken können.
Christrose
Die Christrose zählt ebenfalls zu den Kaltkeimern. Um die sich in der Keimruhe befindenden Samen aufzuwecken, sollten die Samen zunächst einer Bodenwärme von gut 22 Grad Celsius ausgesetzt werden. Halten Sie das Substrat konstant feucht. Etwas später werden die Samen bei maximal 4 Grad Celsius kalt gestellt. Nach ca. 6 bis 8 Wochen steigern Sie langsam die Temperatur, bis die ersten Samen zu keimen beginnen.
Aubergine
Das lilafarbene Gemüse braucht relativ lange, um sich zu entwickeln. Damit Sie das leckere mediterrane Gemüse im Juli oder August ernten können, sollten Sie bereits Ende Januar mit der Aussaat beginnen. Die Aubergine benötigt etwa 2 bis 4 Wochen für die Keimung. Ein Samen pro Topf reicht in der Regel aus, da Aubergine sehr zuverlässig keimt, wenn man diese zwischen 22 bis 26 Grad Celsius vorzieht. Die Samen können auch in einer Anzuchtschale gesät werden und nach ca. 4 bis 6 Wochen pikiert werden. Die Samen bedecken Sie nach der Aussaat dünn mit Anzuchtserde und befeuchten sie gut mit einer Sprühflasche. Die Töpfchen stellen Sie in ein Mini-Gewächshaus oder bedecken die Auzuchtschale mit einer transparenten Haube. Stellen Sie das Mini-Gewächshaus an einen warmen und hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Aller 2 bis 3 Tage sollte der Deckel kurz zum Lüften abgenommen werden. Die Setzlinge dürfen Anfang Mai in das Gewächshaus oder ins Gemüsebeet unter einen Folientunnel umziehen.
Gute Nachbarn für Auberginen sind: Bohnen, Salate, Spinat, Radieschen, Kohlarten (Blumenkohl, Brokkoli) und Kräuter wie Basilikum, Thymian und Estragon, da diese Nachbarn Nährstoffkonkurrenz vermeiden oder Schädlinge fernhalten.
Schlechte Nachbarn sind: Tomaten, Paprika, Kartoffeln sowie Erbsen, Kürbis, Zucchini, Gurke und Rote Bete, da sie oft ähnliche Krankheiten teilen oder sich gegenseitig im Wachstum behindern.
Physalis
Die Andenbeere beziehungsweise Physalis ist ein wärmeliebendes Nachtschattengewächs und mit der Aussaat kann ebenfalls Ende Januar begonnen werden. In mit Anzuchtserde gefüllte Töpfchen oder Anzuchtschalen werden die Samen ausgesät. Die optimale Keimtemperatur liegt bei knapp 25 Grad Celsius an einem hellen Ort. Die Sämlinge der Physalis können nach ca. 2 bis 3 Wochen pikiert werden. Nach den Eisheiligen können die Jungpflanzen ins Freiland umziehen.
Gute Nachbarn für Physalis sind: Bohnen, Feldsalat, Spinat, Zwiebeln, Kohl und Erdbeeren, sowie Ringelblumen, die Nematoden fernhalten. Schlechte Nachbarn sind: Kartoffeln, Tomaten, Auberginen und Paprika, da sie den Boden auslaugen und anfälliger für Krankheiten sind.

