Ca. im Jahre 2004 gelangte die asiatische Hornisse vermutlich mit importierter Töpferware nach Bordeaux (Frankreich).
Weite Teile Frankreichs sind durch sie besiedelt, der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung. Nicht nur in Frankreich sind sie anzutreffen, auch in Deutschland, Belgien, England, Niederlande, Norditalien und Spanien sind sie ebenfalls verbreitet.
Im Osten Deutschlands sind vereinzelt Nester gemeldet, aber im Südwesten Deutschlands ist die Population recht häufig. Im Jahr 2019 hat die asiatische Hornisse auch Hamburg erreicht.
Da die asiatische Hornisse wenig bis gar keine Fressfeinde in Europa hat, begünstigt das ihre Ausbreitung. Es ist nicht auszuschließen, dass die neue Hornissenart wie die verwandte europäische Hornissenart ganz Deutschland und weite Teile Europas besiedelt.
Zuletzt wurde sie im September 2020 erstmals in Luxemburg nachgewiesen.
In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet (Südostasien) lebt die Vespa veluntina nigrithorax überwiegend im Gebirge.
Hierzulande und in Europa besiedelt die Art die ländlichen Regionen oder Stadträder mit hochwachsendem Baumbestand. Sie bevorzugen Flusstäler oder Hanglagen bis zu 200m , um zu nisten.
Die Nester werden klassig freinistend gebaut. Diese sind groß, kugelförmig (europäische Hornissen-Nester sind oval), regenresistent und beigebraun. Asiatische Hornissen nisten aber auch in Schuppen, Ställen, Boxen für Sitzkissen uvm.
VORKOMMEN UND LEBENSWEISE
Durch eine Jungkönigin beginnt die Nestgründung und -bau bereits im Frühjahr. Das Primärnest wird bodennah, in Hecken oder manchmal auch unterirdisch erbaut.Wenn die erste Generation der Arbeiterhornissen herangewachsen ist wird das Sekundärnest gebaut, welches sich in Baumkronen in bis zu 10 Metern Höhe befinden kann.



